Digital Sounds Showcase

Nach einem erfolgreichen Showcase im November 2021 geht das Format am Dienstag, 27. September in die nächste Runde. Akteur*innen aus der Musikbranche erzählen über ihre aktuellen Projekte und Künstler*innen aus dem Bereich der elektronischen Musik geben einen Einblick in ihr aktuelles Schaffen – mit kurzen Performances sowie im Dialog mit Moderator Mike Wonsikiewicz und dem Publikum.

Digital Sounds Showcase 2022

 

Musikproduktion, E-Mobilität, Hörakustik, Gamedesign: In vielen Bereichen des täglichen Lebens spielen digital erzeugte Klänge eine wichtige Rolle. Zwar unterscheiden sich die Branchen und ihre Produkte, in der Entwicklung und Anwendung gibt es aber ähnliche Aufgaben und Ziele: Wie kann Schall noch authentischer übertragen oder simuliert werden? Welche Klänge triggern welche Emotionen? Wie lassen sich technische Grenzen physikalisch erweitern? Und wie neue künstlerische Ausdrucksformen finden? 

Zum Austausch über diese Fragen lädt regelmäßig die Reihe Digital Sounds ein. Am Dienstag, 27. September, geht es im „Showcase“ um den Schwerpunkt elektronische Musik und Musikproduktion. Künstlerinnen und Künstler geben einen Einblick in ihr aktuelles Schaffen – mit kurzen Performances sowie im Dialog mit Moderator Mike Wonsikiewicz und dem Publikum.

Nach dem Bühnenprogramm bleibt bei Getränken und einem kleinen Imbiss Zeit für Begegnung und Networking. Die Veranstaltung richtet sich an Profis und Laien aus Hannovers Musikszene, aus der Digitalwirtschaft, der Akustik und der Hörmedizin sowie an alle, die sich für diese Bereiche interessieren. 

Das Event findet am Dienstag, 27. September 2022, in der RAMPE Hannover, Gerhardtstraße 3 statt. Einlass ist ab 17 Uhr, Beginn um 17.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist hier möglich.

Beim diesjährigen Showcase u.a. mit dabei sind: 

  • Masha Kashyna, elektronische Musik mit Vibraphon
  • Wolfgang Sick, Peppermint Park
  • Gregor Hennig, Studio Nord Bremen & Anwender des Silhouette-Synthesizer, der bereits beim letzten Showcase von Pit Przygodda vorgestellt wurde
  • Claudia Schwarz, MusicTech Germany

Masha Kashyna

Masha Kashyna (1991) drückt sich am Vibraphon und Sopran-saxophon aus, was in eigener bewegter Bildsprache in audio-visuellen Performances mündet. Masha, geboren und aufgewachsen in der Ukraine, lebt seit mehreren Jahren in Deutschland. Ihr Interesse für soziokulturelle und künstlerische Bewegungen wird in genreübergreifender und transmedialer Arbeitsweise umgesetzt.

X Imperium [ jazz + noise + trip hop ]

In der audio-visuellen Performance vereint die aus der Ukraine stammende Musikerin Masha Kashyna feine metallische Schwingungen des Vibraphons und luftige Holzklänge des Sopransaxophons mit elektronischen Beats und untermalenden Visuals. In ihrem Solo-Programm „X Imperium“, erzählt sie die Geschichte des „außer Kontrolle geraten“, des „nicht mehr beherrscht wer-dens“, und die Geschichte des Spiels mit den Provokationen eines Kalten Krieges. In der Traditionder ukrainischen avantgardistischen Opposition erklingen Stimmen der Resistenz und der Impe-rialismuskritik, die ihre Freiheit und Unabhängigkeit aufs Neue verkünden.

Link zur Webseite: mashakashyna.com

Foto-Credits: (1) Eduardo Navarro; (2) & (3) Tanya Montesano

Gregor Hennig

Gregor Hennig, geboren 1974, ist Musikproduzent und Tontechniker. Er lebt und arbeitet in Bremen.Seit Anfang der Achtziger Jahre spielt er Keyboard und Schlagzeug in Bands.
Als Tontechniker und Musikproduzent hat er in Hamburg, London und Hannover etwa 200 Alben produziert. Seit 2013 arbeitet er im Studio Nord Bremen, seit 2019 hat er eine Tochter.

Gregor Hennig ist mit elektronischen Klangerzeugern aufgewachsen. Seine frühe Jugend hat er mit dem Programmieren von Sequenzern und dem Erstellen von Synthesizer-Sounds auf analogen und digitalen Systemen verbracht.
Bereits mit 12 Jahren sang er in einer Pop-Band, später war er vor allem als Komponist und Programmierer im Bereich Synth Pop aktiv sowie als Schlagzeuger in Grindcore- und Death Metal Bands.
Seit vielen Jahren experimentiert Gregor Hennig mit mechatronischen Instrumenten und freier Improvisation. Das Ensemble „Die Stadt der Zukunft“ ist ein solches Projekt, dort bedient Hennig neben einer mechatronischen Harfe den Licht-Ton-Synthesizer „Silhouette“.

Das Studio Nord Bremen ist der analoge Gegenpol dazu und ist seit 50 Jahren eines der größten und bestausgestatteten Tonstudios im norddeutschen Raum. Dort befindet sich in einem 100 Jahre alten Tanzsaal eine der größten Sammlungen hochwertiger Mikrofone aus den goldenen Zeiten der Tontechnik - alte Bandmaschinen und Röhrenkompressoren aus den 1950er Jahren sind noch im Einsatz.
In diesem Spannungsfeld hat Hennig unter anderem mit Bela B., Sophie Hunger, Rhonda, Die Sterne, Muff Potter, Me And My Drummer und Grausame Töchter gearbeitet.

www.gregorhennig.de

Claudia Schwarz

Claudia Schwarz ist strategische Innovationsberaterin und Projektmanagerin mit den Schwerpunkten Kreativtechnologien, Social Impact Tech, KI und maschinelles Lernen, Tech-Ethik, Cross-Innovation sowie zukunftsweisende innovative Konferenz- und Festivalformate. Sie ist Mitbegründerin und Vizepräsidentin von MusicTech Germany und Mitbegründerin des Creative Tech Innovationskatalysators WickedWork, beide mit Sitz in Berlin. Darüber hinaus ist Claudia Mitbegründerin von german.innovation, einer Agentur für Innovations- und Internationalisierungsstrategieberatung und -vernetzung. german.innovation is zudem Mitbegründerin von Innovation Bridge Europe (IBE), einem kollaborativen paneuropäisches Netzwerk von Innovator*innen. Claudia setzt sich aktiv für die Förderung von (mehr) Inklusivität und Vielfalt (diversity) in der Tech- und Kreativbranche ein, insbesondere für Frauen* in MusicTech und anderen Kreativtechnologien. 

MusicTech Germany

MusicTech Germany wurde 2017 als weltweit erster Bundesverband für Musiktechnologie gegründet mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zwischen der traditionellen Musikindustrie und Pionier*innen der Musiktechnologie zu fördern. Darüber hinaus fördert MusicTech Germany den interdisziplinären Wissenstransfer zwischen Visionär*innen aus allen Bereichen der Kultur - und Kreativwirtschaft, Wissenschaft und Forschung, sowie Innovator*innen und Gründer*innen.
MusicTech Germany ist als eigenständige Organisation die zentrale Anlaufstelle für Musiktechnologie in Deutschland. Neben der Initiierung und Organisation von interaktiven,  multidisziplinären Veranstaltungen, ist der Verband fokussiert auf die Kommunikation und Beratung von Entscheidungsträgern aus dem In- und Ausland, Politiker*innen, Führungskräften der Branche, Medienvertreter*innen, sowie Künstler*innen und der breiten Öffentlichkeit.
MusicTech Germany ist Mitbegründerin von MusicTech Europe (2021), einem europäisch-internationalen Netzwerk, das sich gemeinsam für die Stärkung der stakeholder und Innovator*innen im Bereich Musik-Innovation und Musiktechnologie einsetzt.

Foto-Credits: Carmen Scholle

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