EDC/Musik

Der Berliner, der Hannoveraner, Eure erste Schallplatte [13]

Hättest du es gewusst? – Die Schallplatte wurde von einem Hannoveraner erfunden und feiert ihren 120. Geburtstag! Erfahre mehr über Emil Berliner, seine Erfindungen und die Interview-Reihe „Meine erste Schallplatte“. Und was kam nach der Audio-Schallplatte? Klar, die Video-LP.

Fact 13 – Mit einer monatlichen Auflage von 500.000 Exemplaren war die ab 1968 von der Deutschen Grammophon herausgegebene Kundenzeitschrift Musik-Boutique die zweitgrößte Musikzeitschrift nach der wöchentlich erscheinenden „Bravo“.

Es ist 1958. Die Revolution, die Emil Berliner Ende des 19. Jahrhunderts angezettelt hat, geht weiter. Inzwischen widmen sich zahlreiche erfinderische Köpfe und Unternehmen der Weiterentwicklung jenes Wirtschaftszweigs, den man Musical-Home-Entertainment nennen könnte. Erste Stereo-Langspielplatten und zugehörige Abspielgeräte werden entwickelt. Parallel zur Verbreitung der Vinyl-Schallplatte werden die Schellackplatten nach und nach weltweit aus dem Programm genommen.
1964 erreicht die Entwicklung den nächsten Meilenstein: Nach dem Ton sollen nun auch visuelle Daten speicherbar werden. Erste Muster entwickelt die Deutsche Grammophon – und zwar mit Thermoplast, also Kunststoffen, die sich in einem bestimmten Temperaturbereich verformen lassen. 1971 fusionieren die Deutsche Grammophon Gesellschaft und Philips Phonographische Industrie und werden Polygram. Den Entwicklungen in Sachen Ton und Bild auf Platte tut das sehr gut. 1972 kann endlich ein erfolgreiches Ergebnis präsentiert werden: Akustische und optische Signale können auf sogenannten Bildplatten gespeichert werden. Im Analog-Verfahren werden auf einer rotierenden Platte Bild und Ton aufgezeichnet. Über die Jahre entstehen verschiedene Typen von Bildplatten – eine davon ist die Laserdisc „Video-Longplay“ (VLP oder auch „Philips Laser Vision“). Eine zukunftsweisende Technologie: Die Platten werden mit einem Laser abgetastet, wobei die Signale weiterhin analog auf der Platte aufgezeichnet werden. Eine einzelne dieser Bildplatten kann bis zu 54.000 Standbilder oder 34 Minuten Tonfilm aufnehmen. Sie ist 30 Zentimeter im Durchmesser groß und mit einer spiralförmigen Spur – ähnlich der Schallplatte – bespielt.
1978 werden erste digital aufgenommene Platten mit optischer Aufzeichnung präsentiert. Die VLP entspricht in ihrem Format immer noch der Langspiel-Schallplatte und wird, u.a. in Hannover, auf einer umkonstruierten Schallplatten-Tandempresse produziert. Ähnlich der späteren Mini Disc entsteht eine kleine Sammlerszene, doch auf dem Filmmarkt hält sich das damalige Verfahren nicht. Es ist vielmehr ein Zwischenschritt und weist den Weg in die Zukunft: CD und DVD bahnen sich ihren Weg.


Mach mit bei unserer Video-Aktion!

Meine erste Schallplatte - Deine Geschichte

Wir haben bekannte und unbekannte Hannoveranerinnen und Hannoveraner gebeten, uns vor der Kamera von ihrer ersten Schallplatte zu erzählen. Das soll aber erst der Anfang sein: Wir laden dich ein, uns Videos mit deiner eigenen Geschichte zu schicken. Hier gehts zum Formular.
Schau dir hier die bereits eingereichten Videos an.


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